Der Gemeinschaftsgarten

Bochums flächenmäßig größter Gemeinschaftsgarten
Der Gemeinschaftsgarten Hof Bergmann e.V. begann als kleines Projekt und ist im Laufe der Zeit zu einem ökologischen Gemüsegarten angewachsen. Er bietet vielen Menschen die Möglichkeit, die Idee vom eigenen ökologischen Gemüse praktisch umzusetzen.
Warum gemeinsam gärtnern?
Der Gang im Supermarkt zum abgepackten Gemüse ist selbstverständlich geworden. Gleichzeitig wächst der Wunsch, sich mit den Ursprüngen von Lebensmitteln, mit ökologischem Anbau und nachhaltiger Lebensführung zu beschäftigen. Nur den richtigen Anfang zu finden, ist gar nicht so leicht.
Selbst wer ein Stückchen Land besitzt - im Ruhrgebiet nicht immer einfach - muss sich erst das nötige Wissen erarbeiten und neben Beruf, Ausbildung und Haushalt viel Zeit und Kraft aufbringen. Auch die schönen Tipps und Tricks in den Ratgebern täuschen nicht darüber hinweg: Die intensive Betreuung eines produktiven Gemüsegartens ist allein in der heutigen Leistungsgesellschaft nur schwer zu bewerkstelligen.
Was liegt also näher, als sich mit interessierten Menschen zusammenzufinden und Arbeit wie Ertrag zu teilen? Genau dafür steht unser Garten.
Wie wir arbeiten
Damit das funktioniert, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, den Garten entsprechend der jeweiligen Bedürfnisse zu planen und über das ganze Jahr hinweg gemeinsam zu betreuen. Darüber hinaus ist es unser Anspruch, alle interessierten Menschen ihren Möglichkeiten entsprechend an den anfallenden Aufgaben zu beteiligen und die Hürden dafür möglichst gering zu halten.
Außerdem bieten wir interessierten Gruppen immer wieder die Möglichkeit, den Garten zu besuchen. Themen wie Urban Gardening, gemeinschaftliches Arbeiten, Nachhaltigkeit und Inklusion werden dabei ganz von allein aufgegriffen.
Vielfalt auf der Fläche
Unser Garten soll möglichst vielfältig gestaltet werden. Eine große Palette an Gemüse wird durch Kräuter und Blumen ergänzt. Außerhalb des Gemeinschaftsgartens haben wir bereits erste Obst- und Nussbäume gepflanzt. Durch Totholz, Trockenhecken und Steine versuchen wir, ein möglichst vielseitiges Ökosystem zu etablieren.
Unsere Anbaupraxis
Wir verwenden keinerlei chemische Dünger, Herbizide oder Pestizide.
- Düngung: Pferdemist, Kompost und Jauche aus Brennnessel, Beinwell und Taubenkot
- Mulchen: Wir decken möglichst viel Fläche mit Laub, Rasenschnitt, Heu oder Stroh ab. Das reichert den Boden mit Humus an, unterstützt das Bodenleben, spart Wasser und unterbindet das Wachstum der Unkräuter.
- Bodenschonung: Um das Bodenleben möglichst wenig zu beeinträchtigen, verzichten wir so weit wie möglich auf das Umgraben.
Ziele des Gartens
- Entwicklung und Bestellung eines Gemeinschaftsgartens in Bochum-Laer
- Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten
- Produktivität und Naturschutz in Einklang bringen
- Aktive Auseinandersetzung mit Konsumverhalten und dem Wert von Arbeit
- Generations- und kulturübergreifendes Miteinander
Der größte Gemeinschaftsgarten in Bochum!
