Gartenwissen

Holzhäcksel und Nashornkäfer – unsere Frühbeete

 

Eine Besonderheit unseres Gemeinschaftsgartens sind unsere Frühbeete – sie ermöglichen uns bereits ab März die eigene Anzucht frostempfindlicher Setzlinge.

Für diese Frühbeetanlage nutzen wir Holzhäcksel – dieses Prinzip ist ökologisch, nachhaltig und innovativ und funktioniert ähnlich wie ein Biomeiler (www.kompost-tipps.de/biomeiler).

Durch die Kompostierung der Holzhäcksel wird Wärme freigesetzt: Je nach Wetterlage werden dabei durchgängige Temperaturen von 20 ° Celsius oder sogar mehr erreicht, die auch nachts gehalten werden. So können wir unsere eigenen Setzlinge züchten und sind unabhängig vom Zukauf, auf den viele andere Biohöfe und Gartenprojekte angewiesen sind.

Wenn die Holzhäcksel nach Abschluss des Verrottungsprozesses erkalten, müssen sie gegen neue ausgetauscht werden – ihre nützliche Aufgabe ist damit aber noch lange nicht beendet: Die erkaltenden Häcksel ziehen nämlich jede Menge Nashornkäfer an! Diese Käferart steht auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten – in unserem Garten hat sich inzwischen eine stabile Population von Nashornkäfern entwickelt! Sie zersetzen die Häcksel zu wertvollem Humus-Nährboden und schließen so den sinnvollen Kreislauf.

©Cordula Rhode

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